Meldung (Das Wichtigste vom Tag)
Mittwoch, 30. September 2026
Konrad-Wolf-Preis 2026 für Klaus Zehelein ++ Ukrainisches Kulturministerium ehrt Burkhard C. Kosminski ++ Alexander Becker wird Leiter des Jungen Theaters ++ Bernhard Helmich verlängert als Generalintendant des Theaters Bonn ++ Sarasota Opera beruft PJ Albert zum Managing Director
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30.9.2026
Berlin: Konrad-Wolf-Preis 2026 für Klaus Zehelein
Der Dramaturg, Opernintendant und langjährige Präsident der Bayerischen Theaterakademie Klaus Zehelein wird mit dem Konrad-Wolf-Preis 2026 geehrt, wie die Akademie der Künste berichtet. Die Jury aus den Mitgliedern der Sektion Darstellende Kunst Nele Hertling, Mark Lammert und Dietmar Schwarz würdigt Zehelein als eine der prägenden Figuren der Erneuerung des Musiktheaters nach dem Krieg. Die Auszeichnung ist mit € 5.000 dotiert und wird am 26. November 2026 in der Akademie der Künste am Hanseatenweg in Berlin übergeben.
Zehelein, 1940 geboren, war von 1977 bis 1987 Chefdramaturg an der Städtischen Oper Frankfurt und begründete dort gemeinsam mit Generalmusikdirektor Michael Gielen das Renommée des Hauses als ein Zentrum des europäischen Musiktheaters. 1988 wechselte er ans Thalia Theater Hamburg, von 1991 bis 2006 war er Intendant der Staatsoper Stuttgart. Zudem war er von 2003 bis 2015 Präsident des Deutschen Bühnenvereins und von 2006 bis 2014 Präsident der Bayerischen Theaterakademie August Everding. 2023 wurde er mit dem Theaterpreis DER FAUST für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Stuttgart: Ukrainisches Kulturministerium ehrt Burkhard C. Kosminski
Das ukrainische Kulturministerium zeichnet Burkhard C. Kosminski, Intendant des Schauspiels Stuttgart, für sein Engagement für das ukrainische Theater aus, wie das Haus mitteilt. Bei der Eröffnung des Ukrainischen Theaterfestivals SOLOWAY 2026 in der Pasinger Fabrik in München überreichte der ukrainische Generalkonsul in München, Yuriy Nykytiuk, am 29. September im Auftrag der ukrainischen Kulturministerin Tetiana Berezhna eine Dankesurkunde an Kosminski.
Kurz nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 holte Kosminski, zunächst gemeinsam mit der Akademie Solitude, die Dramatiker:innen Maryna Smilianets und Luda Tymoshenko als Artists in Residence ans Schauspiel Stuttgart. Seither realisierten sie dort zahlreiche Projekte. Hinzu kamen Benefizveranstaltungen, mit deren Spendenerlösen zum Beispiel Generatoren für ein ukrainisches Theater erworben wurden, sowie die Lesereihe #StandwithUkraine. Smilianets’ Stück „Borschtsch“ eröffnete in der Inszenierung von Tetiana Hubrii das Festival SOLOWAY 2026.
Am 27. November 2026 feiert das Schauspiel Stuttgart im Kammertheater die dreifache Uraufführung „Flüchtige Welten“ von Alina Sarnatska, Smilianets und Tymoshenko. Die Autor:innen haben dafür gemeinsam eine Trilogie über die Erfahrungen dreier ukrainischer Frauen angelegt, die vor dem russischen Angriffskrieg nach Deutschland geflohen sind.
Münster: Alexander Becker wird Leiter des Jungen Theaters
Alexander Becker übernimmt mit Beginn der Spielzeit 2027/28 die Leitung der Sparte Junges Theater am Theater Münster, wie das Haus mitteilt. Damit ist das künstlerische Leitungsteam des künftigen Generalintendanten Neil Barry Moss vollständig. Die übrigen Mitglieder – Dr. Daniel C. Schindler als Chefdramaturg für alle Sparten, Anne Verena Freybott als Schauspieldirektorin und Kevin O’Day als Tanzdirektor – hatte Moss bereits am 16. Juli 2026 vorgestellt. Die Leitung des Jungen Theaters stand laut Mitteilung damals schon fest, konnte aus verfahrensrechtlichen Gründen aber noch nicht bekannt gegeben werden.
Becker, in Münster geboren, arbeitet als Regisseur, Autor und Hochschuldozent. Seit 2005 entstanden zwischen Münster und Dortmund zahlreiche partizipative Produktionen in Sprech- und Musiktheater. An der Oper Dortmund inszenierte er unter anderem „Carrie“ (2025) sowie die Deutsche Erstaufführung von „Alle reden nur noch von Jamie“ (2026) mit über 120 Mitwirkenden. Von 2012 bis 2016 war er Mitbegründer und Hausregisseur der freien Jungen Oper Münster. Moss betont, Becker bringe große Erfahrung in der Arbeit mit jungen Menschen, in der Einbindung von Laien und in partizipativen Prozessen mit.
Bonn: Bernhard Helmich verlängert als Generalintendant des Theaters Bonn
Bernhard Helmich hat seinen Vertrag als Generalintendant des Theaters Bonn um zwei Spielzeiten bis zum Ende der Saison 2029/2030 verlängert, wie das Presseamt der Bundesstadt Bonn berichtet. Der Rat der Bundesstadt Bonn hat der Verlängerung demnach zugestimmt.
Laut Mitteilung schafft sie Kontinuität und Planungssicherheit in einer wichtigen Phase für die Bonner Bühnen, da Helmich auch den laufenden Transformationsprozess „Zukunftsagenda Bonner Bühnen“ begleitet. Zugleich stünden wichtige Entscheidungen zur baulichen Zukunft der Theaterliegenschaften noch aus. Oberbürgermeister Guido Déus würdigt Helmichs künstlerisches Profil und die Weiterentwicklung des Theaters. Helmich selbst spricht von einem positiven Signal und kündigt an, den Transformationsprozess gemeinsam mit den Bonner Kulturakteuren voranzubringen und das Programm fortzusetzen.
Die Verlängerung knüpft an einen Vorschlag der Stadtverwaltung vom Juni 2026 an. Ziel ist es, bis zur endgültigen Entscheidung über Standorte und künftige Betriebsmodelle eine verlässliche Leitung sicherzustellen. Bis Juli 2027 soll zudem eine Übergangsregelung für die Leitung des Theaters ab der Spielzeit 2030/31 vereinbart werden.
Sarasota: Sarasota Opera beruft PJ Albert zum Managing Director
Die Sarasota Opera hat PJ Albert zum Managing Director ernannt, wie OperaWire berichtet. Die neu definierte Position verantwortet Finanzen und Theaterbetrieb und ist zugleich Schlüsselpartner für General & Artistic Director Richard Russell. Albert hat seine Arbeit am 28. September 2026 aufgenommen. Als Mitglied des Executive Teams soll er finanzielle, operative und organisatorische Leitung übernehmen.
Albert bringt mehr als 25 Jahre Erfahrung im kommerziellen und gemeinnützigen Kunst- und Unterhaltungsmanagement mit, zuletzt als Executive Director des Capitol Civic Centre in Manitowoc, Wisconsin. Zuvor war er unter anderem als Managing Director, General Manager, Director of Finance und Director of Guest Services tätig, unter anderem bei Orlando Shakes, Williamstown Theatre Festival, Santa Fe Opera und RSL Theatrical. Zudem arbeitete er im Eventmanagement, im technischen Design und in der Unternehmensproduktion.
Albert erklärt, er freue sich darauf, seine Leidenschaft für das Theater und seine Erfahrung in der Leitung gemeinnütziger Kunstorganisationen einzubringen und auf dem Erbe des Hauses aufzubauen.
Redaktionsschluss: 15:25 Uhr
























