Theater der Zeit

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  • Showcase Beat Le Mot mit Von Krahl Theater Tallinn, Solistenensemble Kaleidoskop und Maya Dunietz in ihrer Performance „Sieg über die Sonne“ bei Shift the Vibe am FFT Düsseldorf.

    Bericht

    TdZ+

    Die Kunst der Verteidigung

    Die Zeit, in der Kunst sich ausschließlich der leichten Unterhaltung hingeben konnte, ist vorbei. Chara Kotsalis’ Produktion „IT’S THE END OF THE AMUSEMENT PHASE“ wird zum künstlerischen Sinnbild der achten Ausgabe des Festivals „Claiming Common Spaces“. Was lange fern schien und ignoriert werden konnte, ist nun endgültig im deutschsprachigen Raum angekommen. Der Spaß ist vorbei, die Kunst bedroht und eines gewiss: „Nichts ist sicher, was nicht verteidigt wird!“

    von Thusnelda Marín Jungmann

    Foto: Siim Vahur

  • Ein Bühnenbild aus massivem Material, das fortwährend mit dem Schein von Leichtigkeit spielt: Der von Moïra Gilliéron entworfene Kettenvorhang der Lübecker „Krull“-Inszenierung.

    Auftritt

    TdZ+

    Theater Lübeck: Wer ist Felix Krull?

    „Felix Krull“ von Thomas Mann nach einer Fassung von Bastian Kraft – Inszenierung Branko Janack, Bühne Moïra Gilliéron, Kostüme Karin Rosemann, Musik Max Nübling, Licht Georg Marburg

    von Kristof Warda

    Foto: Sinje Hasheider

  • „Etwas Schreckliches wird passieren: Die Menschenfresserin“, Künstlerische Leitung, Regie und Text von Sophia Süßmilch am HAU1.

    Auftritt

    TdZ+

    HAU Berlin: Das Abendmahl der Menschenfresserinnen

    „Etwas Schreckliches wird passieren: Die Menschenfresserin“ von Sophia Süßmilch – Regie Sophia Süßmilch, Bühne Theresa Scheitzenhammer, Kostüme Julia Bosch, Musik Henrike Henoch und Ilgen-Nur Borali, Licht Leo Schneidermann, Choreografie Jeanna Serikbayeva

    von Sophie-Margarete Schuster

    Foto: Dorothea Tuch

  • „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ nach Jaroslav Hašek, Bertolt Brecht & einer Recherche zur Schlacht um Bachmut am Schauspiel Frankfurt.

    Auftritt

    TdZ+

    Schauspiel Frankfurt: Kanonenfutter, sprich!

    „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“ nach Jaroslav Hašek, Bertolt Brecht und einer Recherche zur Schlacht um Bachmut – Regie Jan-Christoph Gockel, Bühne Julia Kurzweg, Video Eike Zuleeg

    von Sabine Leucht

    Foto: Arno Declair

  • Nicole Lippold als weiblicher Hamlet in Bielefeld / Ensemble in Spiellaune - Hamlet in Bielefeld

    Auftritt

    TdZ+

    Theater Bielefeld: Derb, deftig, Dänemark

    „Hamlet“ von William Shakespeare, aus dem Englischen von Marius von Mayenburg – Regie Dariusch Yazdkhasti, Bühne Julia Hattstein, Kostüme Rahwa Oreyon, Video Konrad Kästner

    von Stefan Keim

    Foto: © Joseph Ruben Heicks // jr@josephruben.com

  • Thusnelda Marín Jungmann, Ramona Unterberg und Dr. Yuvviki Dioh (v.l.n.r.).

    Gespräch

    TdZ+

    Diversität: mehr als nur Image?

    Thusneldas Runder Tisch #06 – Diesmal spricht Performer*in Dramaturg*in und ehemalige*r Musicaldarsteller*in @thusneldamarinjungmann mit Dr. Yuvviki Dioh vom Schauspielhaus Zürich und Ramona Unterberg von der Gessnerallee Zürich über den detektivischen Charakter der Diversitätsagentin, die Frage, wie ausgeschlossene Personengruppen durch Barrierefreiheitsangebote nachhaltig im Theater willkommen geheißen werden können, und das Paradox, den eigenen Job irgendwann überflüssig zu machen.

    von Thusnelda Marín Jungmann

    Foto: Malika Ouis / Rachel Mewoekpo / Bella Lieberberg /Wikipedia Creative Commons / Lina Wölfel

  • Die städtische Kuratorin Karen Büchner

    Gespräch

    TdZ+

    „Wir bauen an einem Ort der Demokratie“

    Der Berliner Architekt Malte Looff und die städtische Koordinatorin Karen Büchner über die Sanierung des Deutschen Nationaltheaters Weimar im Gespräch mit Michael Helbing

    Generalsanierung des Deutschen Nationaltheaters Weimar für 167 Millionen Euro von Bund und Land: Erhalt des Bestandsgebäudes statt Neubau, verteilt auf Haupthaus, Redoute und neues Werkstattgebäude. Zwischen Denkmalschutz, Barrierefreiheit, Kostendruck und dem Anspruch, einen demokratischen Ort zu bewahren.

    Wir bauen, wie gesagt, einen Ort der Demokratie. Und das ist mein Selbstverständnis: diesen Prozess so demokratieschützend wie möglich zu gestalten und diese Generalsanierung als große Baumaßnahme so in den Griff zu bekommen, dass die Leute nicht den Glauben an den Staat und an die Politik verlieren.

    — Karen Büchner

    von Malte Looff, Karen Büchner und Michael Helbing

    Foto: Stadt Weimar

  • Das Nationaltheater Mannheim

    Essay

    TdZ+

    Milliardenprojekt mit ungewisser Zukunft

    Heftige Debatten um die Finanzierung der Opernsanierung in Stuttgart, während Mannheim und Karlsruhe ihre Theater sanieren und sich „dritte Orte“ für die Stadtgesellschaft wünschen

    Theatersanierungen in Baden-Württemberg: Die Stuttgarter Oper von Max Littmann kämpft mit explodierenden Kosten bis zu zwei Milliarden Euro. Auch Mannheims Nationaltheater und Karlsruhes Staatstheater bauen um – zwischen Denkmalschutz, Kostendruck und dem Ziel städtischer Öffnung.

    von Elisabeth Maier

    Foto: Maximilian Borchardt

  • Emilia Dawiec und ihr Luftring in Kintsugi von „Machine de Cirque“ am Chamäleon Berlin.

    Auftritt

    TdZ+

    Chamäleon Berlin: Eine Zeit wird kommen …

    „Kintsugi“ von Machine de Cirque – Regie Olivier Lépine, Künstlerische Leitung Vincent Dubé, Technische Leitung (Inszenierung) Patrick Paquet, Kostümdesign Sébastien Dionne, Kostümdesign für Umbesetzungen Geneviève Bouchard, Bühnenbild Julie Lévesque, Musik Josué Beaucage

    von Ralf Stabel

    Foto: Andy Phillipson

  • Pornografie, Theater und Bataille: „História do Olho“ von Janaina Leite

    Bericht

    TdZ+

    Wie Theater sein Publikum bildet

    Knapp zwei Wochen war das Theaterfestival Basel Impulsgeber für politische und ästhetische Debatten

    von Annette Hoffmann

    Wer den Anspruch des Theaterfestivals Basel ernst nahm, nicht nur für die urbane Blase, sondern auch für das Baselbiet Kultur zu machen, kam in diesen Spätsommertagen viel herum und nicht …

    Foto: Caca Berbardes

  • Thomas Brasch

    Stück

    TdZ+

    Berlin am Meer

    Zu Thomas Braschs Drehbuch der musikalischen Komödie „Alles Glück der Welt“

    1985 mit George Stamkoski und Martin Walz entwickelt, blieb Thomas Braschs Drehbuch zur musikalischen Komödie unverfilmt. Die Geschichte spielt im West-Berlin kurz vor 2000, zwischen Mauer, Kokain und deutscher Verstrickung. Nun kommt es als Theaterfassung an die Volksbühne.

    Am Ende liegt Berlin wie Böhmen am Meer, und vielleicht wäre damals die Verbindung zu der in der deutschen Filmgeschichte abgerissenen Linie von Ernst Lubitsch und vielen anderen gelungen, die das Schwere leicht und das Leichte mit Tiefgang machen konnten.

    — Thomas Irmer

    von Thomas Irmer

    Foto: Manfred Ortmann

  • „Tell me why“, ein Projekt der Münchner Kammerspiele

    Gespräch

    TdZ+

    Jenseits des Schubladendenkens

    Acht jugendlichen Performer:innen und Ko-Regisseurin Sapir Heller über „Tell me why“ von Autor und Regisseur Martin Valdés-Stauber im Werkstattgespräch mit Rebecca Maria Fischer

    von Rebecca Maria Fischer

    Foto: Sima Dehgani

  • Konkret politisch: Agnietė Lisičkinaitė und Igor Shugaleev mit „CLAP & SLAP“. Foto D. Alisauskas

    Bericht

    TdZ+

    In unsicheren Zeiten

    Tanz im August zeigt, wie Tanz auf politische Gegenwart, gesellschaftliche Erschöpfung und den Wunsch nach Veränderung reagiert

    von Greta Haberer

    Foto: D. Alisauskas

  • Oben und rechts: „Ulysses“ in Kassel, Bert Zander an der Kamera.

    Akteure

    TdZ+
    Fotostrecke

    Regie mit Delay

    Bert Zander lernte Theater als Videodesigner sehen und verstehen, bevor er es inszenierte

    Videokünstler und Späteinsteiger Bert Zander inszeniert in Kassel Ulysses nach James Joyce: Ensemble zieht durch die Stadt, wird live übertragen, während Molly Bloom im Bett auf dem Delay der Bilder zwischen Vergangenheit und Gegenwart verharrt.

    Ich bin vor fast 50 Jahren in Weimar aufgewachsen, kein klassischer Bürgerhaushalt und kein Goethe im Bücherschrank, eher usbekische Märchen und Roussos im Plattenschrank.

    — Bert Zander

    von Michael Helbing

    Foto: Isabel Machado Rios

  • Fotos Holger Herschel

    Akteure

    TdZ+
    Fotostrecke

    Haltepunkt – Bushaltestellen im Oderbruch

    Der Fotograf Holger Herschel macht in seinen Bildern Dokumentation zu Geschichten

    Auf den ersten Blick wirken sie verlassen. Einzig die Aushänge deuten darauf hin, dass in dieser dünn besiedelten Landschaft der Busverkehr noch aufrechterhalten wird. In seiner Serie dokumentiert der Fotograf …

    von Cornelia Klauß

    Foto: Holger Herschel

  • Corinna Harfouch als Gertrud in Marcel Kohlers „Hamlet“ beim Lausitz Festival

    Auftritt

    TdZ+

    Lausitz Festival: Pathos-Supernova im Hangar

    „Hamlet“ von William Shakespeare – Regie Marcel Kohler, Bühne und Kostüme Torsten Köpf, Musik Christoph Bernewitz, Laute Jonas Nordberg, Licht Henning Streck, Dramaturgie Michael Höppner

    von Lina Wölfel

    Foto: Just Loomis

  • „Ohne Worte“, inklusives Tanztheater vom Carl-Orff-Gymnasium Unterschleißheim

    Report

    TdZ+
    Fotostrecke

    Schneisen in die Gegenwart schlagen

    Das Festival Schule macht Erinnerung an den Münchner Kammerspielen zeigt Schultheaterproduktionen und eine eigene Inszenierung zum Thema

    Fünf Schultheater-Produktionen aus Bayern setzten sich beim Festival „Schule macht Erinnerung“ an den Münchner Kammerspielen mit dem Nationalsozialismus auseinander – von den Olympischen Spielen 1936 über NS-Euthanasie bis zu den Edelweißpiraten – und schlugen dabei stets den Bogen zur Gegenwart.

    Es ist ein trauriges Thema, aber dass wir uns damit beschäftigen, ist gut.

    — Schüler des Ernst-Mach-Gymnasiums Haar

    von Anne Fritsch

    Foto: Tobias Keck

  • Die Stendaler Intendantin Dorotty Szalma

    Gespräch

    TdZ+

    Experiment: Zukunft

    Dorotty Szalma, Intendantin am Theater der Altmark in Stendal, über die Kulturpläne der AfD in Sachsen-Anhalt, die Brandmauer-Diskussion und das Theater in ihrem Geburtsland Ungarn im Gespräch mit Stefan Petraschewsky

    Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt gewählt. Haben Sie Angst, dass eine AfD-Regierung demnächst in ihren Spielplan hineinreden könnte? Dorotty Szalma: Ich erlaube mir keine Angst. Denn im Grundgesetz steht …

    von Stefan Petraschewsky und Dorotty Szalma

    Foto: Blueberry PhotoArt by Laura Jankowski

  • In Nicolas Stemanns vierstündiger Uraufführung von Elfriede Jelineks letztem Stück sprechen nur noch Tiere über Kapitalismus, Gier und den Fall der Signa-Gruppe – bis am Ende Künstliche Intelligenz die Macht auf der Bühne übernimmt und die Menschen verstummen.

    Auftritt

    TdZ+

    Salzburger Festspiele: Die Schlachthöfe der KI

    „Unter Tieren“ von Elfriede Jelinek (UA) – Regie Nicolas Stemann, Bühne Katrin Nottrodt, Kostüme Marysol del Castillo, Mediale Inszenierung Claudia Lehmann, Konrad Hempel & IXA, Musik Thomas Kürstner & Sebastian Vogel. Eine Ko-Produktion der Salzburger Festspiele mit dem Burgtheater Wien.

    In Nicolas Stemanns vierstündiger Uraufführung von Elfriede Jelineks letztem Stück sprechen nur noch Tiere über Kapitalismus, Gier und den Fall der Signa-Gruppe – bis am Ende Künstliche Intelligenz die Macht auf der Bühne übernimmt und die Menschen verstummen.

    Wie verzweifelt Jelineks Sprachkunst sein kann, offenbart Mavie Hörbiger in der Rolle eines Schweins, das über seine Angst vor dem Schlachter spricht. Altmeister Branko Samarovski braucht nur wenige Blicke und große Gesten, um Macht über Leben und Tod zu demonstrieren. In Fatsuit und mit einer lustigen Piggy -Handpuppe philosophiert er über die gnadenlose Ausbeutung der Tiere durch die Menschen.

    — Elisabeth Maier

    von Elisabeth Maier

    Foto: Tommy Hetzel/ BURG

  • Umbau Produktionshaus Kampnagel Hamburg, Entwurf: Lacaton & Vassal Architekten, 2021, Baubeginn 2026

    Essay

    TdZ+
    Fotostrecke

    Von Kulturerbe, Ikonen und Ressourcen

    Zu aktuellen und längerfristigen Problemen des Erhalts von Theaterbauten in Deutschland

    An vielen Orten besteht Bedarf an der baulichen Transformation von Theaterhäusern – von der Instandsetzung über den Umbau bis zur Ergänzung oder zum Neubau. In einigen Städten gelingen diese komplexen Prozesse, während andere Städte an einer guten Lösung zu scheitern drohen oder im Stillstand verharren – die Ursachen sind so vielfältig wie die verschiedenen Stadtkulturen. Theaterbauten und ihre Transformation sind ein kulturpolitisches und gesellschaftliches Thema wie seit dem Theaterbauboom …

    von Annette Menting

    Foto: Lacaton & Vassal

  • „Solaris? – Ein Protokoll“ beim Festival Theaternatur im Harz

    Bericht

    TdZ+

    Der Klebstoff von Benneckenstein

    Das Theaternatur-Festival der Freien Darstellenden Künste sucht zwischen abgestorbenen Wäldern und AfD-Plakaten nach gemeinsamer Realität

    von Jens Fischer

    In einer Metropole mit modischen Ästhetiken ein Sommertheaterfestival zu gestalten, funktioniert vielfach sehr erfolgreich. Ebenfalls das Konzept, in Kleinstädten mit Comedy-, altväterlicher Schauspiel- und fideler Musicalware einige Publikumserfolge einzufahren. Aber …

    Foto: Jan-Philipp Dieckmann

  • Tom Stromberg und Joachim Meyerhoff in der Agentur Stromberg. Gerade ihre unklare Trennung zwischen beruflicher und freundschaftlicher Beziehung schätzen die beiden.

    Vorabdruck

    TdZ+

    Dieser Zustand der Entpeinlichisierung an diesem geschützten Ort der Probebühne hat mit Freundschaft nichts zu tun

    Aus einer Probenkrise am Schauspielhaus Hamburg, in der Joachim Meyerhoff aussteigen wollte, entwickelte sich mit Tom Stromberg über Jahre eine Freundschaft zwischen Intendant und Schauspieler, später Agent und Klient – geprägt von geteilter Autonomie und gemeinsamen Angelausflügen.

    Ich habe die Probe gesehen, ich finde den Abend auch furchtbar, du bist auch nicht besonders gut in der Inszenierung. Also können wir den Vertrag auflösen. Aber ich möchte dir den Vorschlag machen: Geh bitte einmal um die Alster, und wenn du wiederkommst von diesem Spaziergang und genau das gleiche Anliegen hast, löse ich deinen Vertrag auf.

    — Tom Stromberg

    von Anna Luise Kiss, Joachim Meyerhoff und Tom Stromberg

    Foto: Anna Luise Kiss

  • La traviata, Klavierhauptprobe, Bregenzer Festspiele.

    Auftritt

    TdZ+

    Bregenzer Festspiele: Scherben ohne Schock

    „La traviata“ von Giuseppe Verdi – Musikalische Leitung Kirill Karabits & Pietro Rizzo, Inszenierung Damiano Michieletto, Bühne Paolo Fantin, Kostüme Carla Teti, Licht Alessandro Carletti, Video Roland Horvath, Choreografie Thomas Wilhelm

    von Georg Rudiger

    Foto: Anja Koehler

  • Für „Marxloh Music Circus“ – wurden die Duisburger Philharmoniker mit dem „Opus Klassik“ ausgezeichnet

    Bericht

    TdZ+

    Die vielstimmige Stadt als Theaterraum

    Der Künstler und Akademiedirektor Ludger Engels realisiert mit Studierenden an der Akademie für Darstellende Kunst in Ludwigsburg gesellschaftlich relevante Kunstprojekte

    von Elisabeth Maier

    Foto: Duisburger Philharmoniker

  • Saba Hosseini als Kassandra und Jonathan Perleth als Apollon

    Auftritt

    TdZ+

    Theaterhaus Jena: Diese Frau ist nicht zu fassen

    „Kassandra: coming of age at the end of the world“ von Azeret Koua und Marion Hélène Weber – Regie Azeret Koua, Bühne Elizaweta Veprinskaja, Kostüme Melanie Kintzinger, Choreografie Jasmin Avissar, Musik Florian Friedel

    von Michael Helbing

    Foto: Oskar Schlechter

  • Kommentar

    TdZ+

    Ohne Not und Sachverstand

    Ein Ort für eine diverse Stadtgesellschaft, an dem eine jüngere Generation das Theater neu als Lebensmittelpunkt entdeckt. Dazu eine Rekordauslastung – seit man so etwas hier misst – und eine …

    Foto: Florian Peljak

  • Florentina Holzinger – KUB Bodensee Étude, Bregenz, 11.07.2026

    Auftritt

    TdZ+

    Kunsthaus Bregenz: Ritual und Spektakel

    „Bodensee Étude“ Konzept, Regie Florentina Holzinger von und mit Andrea Baker, Annina Machaz, Anja Müller, Bärbel Schwarz, Bláthin Eckhardt, Florentina Holzinger, Fibi Eyewalker, Katharina Ernst, Maartje Pasman, Natasha Vergilio, Netti Nüganen, roya the destroya, Sofia Borges, Xana Novais, Live Drums Anja Müller, Bärbel Schwarz, Katharina Ernst, Sofia Borges, Sounddesign, Komposition, Live-Musik Stefan Schneider, Katharina Ernst, Setdesign Nikola Knežević

    von Max Glauner

    Foto: Helena Lea Manhartsberger

  • „Sweet Spot“ von Harald Beharie.

    Bericht

    TdZ+

    Diversität als Festivaldramaturgie

    Das Festival Theaterformen 2026 inszeniert Freiheitsfantasien zwischen Zellentrakt und Stadtpark, lässt queere Familiengeschichten, Klassismuserfahrungen und Disability Arts aufeinanderprallen und bilanziert zugleich eine sechsjährige Leitung, die Inklusion als künstlerisches Prinzip verstand – ohne die politischen Konflikte zu glätten.

    von Jens Fischer

    Foto: Studio Abrakadabra

  • „Annika Schäfer inszeniert Schiff der Träume“ – so der Titel des partizipativen Projekts

    Bericht

    TdZ+

    Träume der Selbstbestimmung

    Das Theater Konstanz erprobt partizipative Elemente in künstlerischen Entscheidungsfragen

    von Bodo Blitz

    Ein Sängerinnenwettstreit, der konfrontativ beginnt und als Duett endet: Michaela Allendorf und Anna Lisa Grebe in ihrer Rolle als Operndiven brillieren in einer „Miau“-Arie auf der Bühne des Konstanzer Spiegelsaals. …

    Foto: Ilja Mess

  • Open Access

    Kuratieren als kritische Praxis

    Yvonne Schmidt und Celestina Widmer untersuchen Kuratieren als kritische Praxis anhand von Theaterfestivals während der Covid-19-Pandemie. Ausgehend von der Institutionskritik zeigen sie, wie Kurator*innen durch den pandemiebedingten Stillstand gezwungen waren, Machtstrukturen, Entscheidungsprozesse und Arbeitsbedingungen zu hinterfragen. Anhand von sieben Schweizer und drei internationalen Festivals/Theaterhäusern, basierend auf qualitativen Interviews, analysieren die Autorinnen neue kuratorische Strategien wie geteilte Entscheidungsmacht, Residenzformate und sorgsamere Zusammenarbeit als Versuche institutioneller Transformation.

    Kulturinstitutionen wirken einerseits als gegenhegemoniale Instanzen, die künstlerische, politische, soziale und wirtschaftliche Ordnungen und Vorstellungen hinterfragen und umdenken. Andererseits funktionieren sie selbst nicht losgelöst von diesen Logiken.

    — Yvonne Schmidt, Celestina Widmer

    von Yvonne Schmidt und Celestina Widmer

  • Dancer Rudzani Moleya, a medium-toned black woman, wears a long mustard yellow tunic and has her hair pinned up. They are sitting in the distance within a white background. Their reflection ripples all the way in a thin line across the screen. The words »underwater and surfacing our soil« appear above her head. Alexandrina Hemsley: Fountain, 2022, image description taken from social media of the artist.
    Open Access

    Care, Community and Contingencies: Artistic Practices Rooted in Access

    Nina Mühlemann untersucht im Rahmen des SNF-Projekts „Aesthetics of the Im/Mobile" an der Bern Academy of the Arts, wie behinderte und chronisch kranke Künstler*innen mit Im/Mobilität umgehen. Sie interviewte zwölf internationale Künstler*innen und entwickelte dabei eine „crip methodology" mit flexiblen Interviewformen. Anhand der Fallstudien Alexandrina Hemsley und Angela Alves zeigt Mühlemann, wie Embodiment, Digitalität, Community, Crip Time und Zugänglichkeit künstlerische Praxis prägen. Die Covid-19-Pandemie machte bestehende Arbeitsweisen behinderter Künstler*innen sichtbar und stellte Fragen nach kollektivem Zugang und institutioneller Unterstützung neu.

    The Disability community is magical but elusive: rarely is it as straightforward as marching with other self-identified crips through a city, sequined outfits glistening in the sunshine, disability pride slogans taped onto mobility aids. Sometimes it is lying on a sofa in Zurich, Switzerland, chatting on Zoom to a fellow disabled artist in London, who is lying on their sofa, snacking on Nori chips.

    — Nina Mühlemann

    von Nina Mühlemann

    Foto: Alexandrina Hemsley

Dossier

Stück Labor – Neue Schweizer Dramatik

Stück Labor Basel ist ein 2008 vom Theater Basel initiiertes Förderprogramm für Neue Schweizer Dramatik. Seit 2011 ermöglicht es jährlich ausgewählten Schweizer Autorenpersönlichkeiten, eine Saison lang an je einem renommierten Theater der Schweiz zu arbeiten. Sie entwickeln dort in engem …

  • Dossier

    Retzhofer Dramapreis

    Den Retzhofer Dramapreis gibt es seit 2003. Er wird biennal vergeben und war eine der ersten Ausschreibungen, in der Arbeitsprozess und Wettbewerb verbunden werden. Viele der Sieger:innen und Teilnehmer:innen haben sich im Theaterbetrieb nachhaltig etablieren können. Zu nennen sind: Ewald …

  • Autor:innen und Team bei der Preisverleihung vom Retzhofer Dramapreises 2023 im Festivalzentrum Heimatsaal in Graz
    Autor:innen und Team bei der Preisverleihung des Retzhofer Dramapreises 2023 im Festivalzentrum Heimatsaal in Graz Foto: Lex Karelly
  • Nadine Geyersbach in „Verbundensein“ am Theater Bremen.

    Auftritt

    TdZ+

    Theater Bremen: Ästhetisches Manifest des Miteinanders

    „Verbundensein“ von Kae Tempest. Ein Visual Poem von Alexander Giesche – Regie Alexander Giesche, Bühne Alexander Giesche, Anka Bernstetter, Kostüme Felix Siwinski, Komposition und Sounddesign Ludwig Abraham, Video und Animation Luis August Krawen, Leonard Schulz

    von Jens Fischer

    Foto: Eike Walkenhorst

  • Alexander Swoboda, Julischka Eichel und Robert Kuchenbuch in „Leben und Schicksal“ nach Wassili Grossman in der Regie von Armin Petras am Theater Bremen.

    Auftritt

    TdZ+

    Bremen: Stalin am Telefon

    Theater Bremen: „Leben und Schicksal“ nach dem Roman von Wassili Grossman. Bearbeitung und Regie Armin Petras, Bühne Peta Schickart, Kostüme Cinzia Fossati

    von Peter Helling

    Foto: Jörg Landsberg

  • Auftritt

    TdZ+

    Saarbrücken: Panorama der Einsamkeit

    Saarländisches Staatstheater: „Eine kurze Chronik des künftigen Chinas“ (DSE) von Pat To Yan. Regie Moritz Schönecker, Bühne Benjamin Schönecker, Kostüme Veronika Bleffert

    von Björn Hayer

  • Idyllischer Standort, doch schwieriges Terrain – die Schwankhalle Bremen.

    Magazin

    TdZ+

    Die Kunst, ein Produktionshaus zu etablieren

    Warum Pirkko Husemann, Künstlerische Leiterin der Schwankhalle Bremen, nach nur fünf Jahren das Haus verlässt

    von Jens Fischer

    Wohin mit den performativen Künsten? Diese Frage müssen sich Städte, in denen es ­Ausbildungs- und Spielstätten, eine Aufführungstradition sowie ein Fach- und Fan-Publikum gibt, nicht stellen. In Bremen indes, wo …

    Foto: Talea Schuré

  • Magazin

    TdZ+

    Talentproben

    Das International Performing Arts Festival Outnow! in Bremen – eine virile Plattform für den Nachwuchs

    von Jens Fischer

  • Auftritt

    TdZ+

    Bremen: Körperliche Exerzitien

    Theater Bremen: „Nathan der Weise. Ein Weichmacher für den Glaubenspanzer“ nach G. E. Lessing von Gintersdorfer / Klaßen. Regie M. Gintersdorfer, Ausstattung K. Klaßen, Kostüme M. Aschenbrenner

    von Jens Fischer

  • Protagonisten

    TdZ+

    Traum und Kritik

    Das Saarländische Staatstheater in Saarbrücken sucht unter dem neuen Intendanten Bodo Busse noch nach echten Akzenten

    von Björn Hayer

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