Theater der Zeit

TdZ on Tour

  • 10.10.2026

    Buchvorstellung

    Die andere Seite. Tanz in der DDR von 1975 bis 1997

    DDR-Ballett, ostdeutsche Tanzgeschichte und selten aufgeführte Choreografien zwischen 1975 und der späten „Nachwendezeit“: Dieser Band versammelt erstmals wegweisende Rezensionen, Essays und Augenzeugenberichte aus dem Deutschen Tanzarchiv Köln, der seit 1946 bestehenden Zeitschrift Theater der Zeit und aus Tageszeitungen. Ein erfahrener Tanzredakteur, Dietmar Fritzsche, und sein damals junger, heute renommierter Autor, Volkmar Draeger, führen kenntnisreich durch vergessene Bühnenmomente – von Uraufführungen u. a. in Berlin, Dresden, Leipzig bis zu neu inszenierten Werken aus den, wie es offiziell hieß, „befreundeten sozialistischen Ländern“.

    Kompakt, fundiert und spannend zeichnet das Buch die Entwicklung des DDR-Balletts nach, beleuchtet künstlerische Höhepunkte, politische Tendenzen, ästhetische Irrwege. Damit bildet das Buch ein unverzichtbares Nachschlagewerk für Tanzwissenschaft, Kulturgeschichte und alle, die ostdeutsche Bühne, Tanzkritik und Ballettgeschichte erkunden möchten.

    Die Buchvorstellung findet in der PlaceOne Panoramabar (Strausberger Platz 1, 13. Etage) am 10.10.26, um 18 Uhr in Berlin statt. Tickets sind über tanzmitte zu erwerben.

  • 15.10.2026

    Buchpremiere

    Demokratisches Theater und Theater in der Pandemie

    Wie demokratisch sind unsere Theater? Kulturelle Teilhabe ist die zentrale Herausforderung für Theater und Kulturpolitik – zwischen Sparzwang, Publikumsrückgang und gesellschaftlicher Verantwortung. Auf Grundlage von Demokratietheorien, Kulturmanagement- und Kulturvermittlungsdiskursen zeigt die empirische Studie von Maria Nesemann deutliche Unterschiede in der theater- und kulturpolitischen Praxis – und im Verständnis davon, worin der gesellschaftliche Auftrag von Theater besteht. Die Publikation macht sichtbar, dass Teilhabe ein komplexer, nicht widerspruchsfreier Begriff ist.

    Und wie behauptet sich öffentlich finanziertes Theater, wenn Bühnen schließen müssen? Das Buch von Angelika Endres weiderum liefert praxisnahe Argumente für Kulturpolitik, Dramaturgie und Wissenschaft – und beantwortet die Frage, was Theater künftig alles sein kann. Sie zeigt in ihrer interdisziplinären Studie, dass die Lockdowns die Häuser in Deutschland, England und der Schweiz nicht lähmten, sondern einen bemerkenswerten Wandel in der Programmgestaltung auslösten. Streaming-Premieren, XR-Inszenierungen, partizipative Stadtteilprojekte, Diskursformate und sogar medizinische Angebote erweiterten das Repertoire. Auf Basis von 25 Formattypen, Angebotsanalysen und 33 Expert*innen-Interviews belegt Endres, dass Theater auf den gestiegenen Legitimationsdruck mit neuen Rollen reagieren: als Gemeinschaftsraum, „Dritter Ort“, Placemaker und Labor angewandter Praxis. 

    Gleich zwei Buchpremieren finden am 15.10.26 in der Theaterbuchhandlung Einar & Bert, um 19 Uhr statt. Angelika Endres und Maria Nesemann werden Ihre Zugänge zu Theater und Öffentlichkeit anhand Ihrer Studien vorstellen und diskutieren. Eintritt ist frei. 

  • 19.11.2026

    Buchpremiere

    Scène 25

    Mit ihrer 25. Ausgabe feiert die Anthologie „SCÈNE. Neue französischsprachige Theaterstücke“ ein Jubiläum. Erstmals verantworten Marina Skalova und Frank Weigand als neues Herausgeber*innenteam die Textauswahl – im Zeichen aktueller gesellschaftlicher Debatten. Acht Stücke aus Frankreich, Belgien, der Schweiz und Québec erzählen von Marginalisierung, institutioneller Gewalt und prekären Lebensrealitäten. Sie verhandeln Rassismus, Polizeigewalt, Chemsex, Pestizidskandale, Arbeitsunsicherheit und den Militärputsch in Ägypten 2013. Formal loten die Texte die Grenzen zwischen zeitgenössischer Dramatik und experimenteller Sprachkunstaus – von großen Ensemblestücken bis zu intimen Monologen. SCÈNE 25 demonstriert einmal mehr die Vielgestaltigkeit frankophoner Gegenwartsdramatik und ihre Relevanz für deutschsprachige Bühnen.

    Die Buchpremiere findet am 19.11.26 in der Kakadu Bar in Mainz (Gutenbergplatz 3-5) statt. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Online-Tickets gibt es über das Staatstheater Mainz. 

  • 28.11.2026

    Buchpremiere

    Freundschaft im Theater

    Kann Freundschaft eine künstlerische Kraft auf und neben der Bühne sein? Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Freundeskreises der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin erkundet dieser Band das vielschichtige Phänomen Freundschaft im Theater: als Motiv von Aristoteles bis zur Gegenwart, als kreative Kraft hinter der Bühne und als Arbeitsmodell. Den Auftakt bildet das partizipative Theaterstück „Making Friends“ des Studiengangs Spiel und Objekt der Hochschule.

    Gespräche u. a. mit Mouataz Alshaltouh, Barbara Colceriu, Carmen-Maja Antoni und Steffi Kühnert, Joachim Meyerhoff und Tom Stromberg, Nina von Mechow und Tabea Braun, Julia Wissert und Mable Preach sowie Meo Wulf und Christine Groß geben persönliche Einblicke in Freund- und Kompliz:innenschaften am Theater.

    Essays und Analysen widmen sich legendären künstlerischen Bündnissen wie dem von Weigel und Brecht, erkunden am Beispiel von „Frauen und Fiktion“ und dem „Rom*nja Power Kollektiv“ Freundschaft als Fundament kollektiver feministischer Theaterarbeit und untersuchen die Geschichte der Theaterfreundeskreise in Deutschland.

    Buchpremiere am 28.11.26 an der Ernst Busch in Berlin. Details folgen.

Anzeige