Theater der Zeit

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Theatergeschichte

  • Open Access

    Theater und Öffentlichkeit

    Vom öffentlichen Marktplatz zum abgedunkelten Saal: Wie sich Theater, Publikum und Öffentlichkeit historisch zueinander verhielten – von der griechischen Agora über mittelalterliche Passionsspiele bis zur bürgerlichen Öffentlichkeit nach Habermas – und was das für heutige Öffnungsdebatten bedeutet.

    Das städtische Fest und speziell die Theateraufführungen waren, wie damit eindrucksvoll belegt ist, nicht Angelegenheit einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht oder Gruppe, sondern betrafen vielmehr alle sozialen Schichten, die sich aus diesem Anlass in den Straßen und auf dem Marktplatz der Stadt zusammenfanden.

    Erika Fischer-Lichte

    von Maria Nesemann

  • Open Access

    Deutschland

    Kulturföderalismus und Kunstfreiheit prägen deutsche Kulturpolitik seit der Nachkriegszeit. Von der „Neuen Kulturpolitik“ der 1970er über DDR-Kulturauftrag bis zu heutigen Kulturfördergesetzen in NRW und Niedersachsen: kulturelle Teilhabe als wiederkehrendes, doch rechtlich uneinheitlich verankertes Ziel.

    Als ich angetreten bin, habe ich gesagt: Ich möchte die Kulturministerin der Demokratie und für die Demokratie sein. Ich will nicht nur Kulturverwaltung, sondern Kulturpolitik machen, den Kulturbegriff erweitern und demokratisieren, mehr Diversität, Teilhabe und Nachhaltigkeit ermöglichen.

    Claudia Roth

    von Maria Nesemann

  • Auf dem Foto sieht man eine Menschenansammlung an der großen schweizweiten Behinderten-Demonstration in Bern am 20. Juni 1981. Ein Mann im Hintergrund hält ein Transparent auf dem Schoß. Im Vordergrund des Fotos ist Ursula Eggli. Sie benutzt einen Rollstuhl und hat ein feministisches Symbol auf die Wange gemalt. Neben ihr sitzt die Behindertenaktivistin und Künstlerin Cornelia Nater. Das Foto wurde von der Fotografin und Aktivistin Helga Leibundgut gemacht. Sie war eine Bekannte von Ursula Eggli und Mitglied der Frauenbefreiungsbewegung FBB. (Schweizerisches Sozialarchiv, F 5110-Fc-102)
    Open Access

    Historische Perspektiven auf politisch-künstlerische Praktiken der Disability Culture entlang Ursula Egglis Arbeiten

    Celestina Widmer zeichnet anhand der Schweizer Schriftstellerin und Behindertenaktivistin Ursula Eggli (1944–2008) die historische Verwobenheit von künstlerischer Praxis und Aktivismus in der Disability Culture nach. Eggli setzte sich seit den 1970er Jahren für Rechte behinderter und queerer Menschen ein, gründete Vereine und schrieb Bücher, die Ausgrenzung und Gewalt thematisierten, zugleich aber utopische Gegenentwürfe wie das „Freakland“ entwarfen. Widmer verortet Egglis Werk im Kontext transnationaler Bewegungen und plädiert dafür, diese Geschichte des Kampfes nicht zu vergessen.

    Geschichten können doch nie zu Ende sein. Geschichten gehen unendlich weiter, wachsen und wuchern, treiben Blüten und Früchte oder auch Dornen und sie haben ihre Wurzeln in der unermesslichen Fülle der Zeit. Vielleicht dorren sie mal stückweise ab, aber bestimmt entstehen sie neu aus einem unbeachteten Samenkorn und bekommen dann ein wundersames Eigenleben.

    Ursula Eggli

    von Celestina Widmer

    Foto: Helga Leibundgut, Schweizerisches Sozialarchiv, F 5110 Fc 102

  • Ensemble 1987, (Antje Schrader, Johann Burger, Tanja Hemm, Jürgen Decke, Christine Janner, Martin Ellrodt, Ernst Schießl, Regine Oßwald, Christian Schidlowsky), Foto: theater pfütze (Archiv)
    TdZ+ Pro

    Allem Anfang wohnt Zauber inne

    Zu den spielerischen Anfängen des theater pfütze in Nürnberg Meine erste Begegnung mit einer Produktion des theater pfütze war 1991. Auf einem dunklen Dachboden – ich weiß nicht mehr, wo …

    von Manfred Jahnke

    Foto: theater pfütze (Archiv)

  • B. K. Tragelehn (rechts) mit Bertolt Brecht und dem Bühnenbildner Dieter Berge, Herbst 1955, auf einer Probe zu „Der Tag des großen Gelehrten Wu“ im Berliner Ensemble. Akademie der Künste, Berlin, Bertolt-Brecht-Archiv, Fotoarchiv 13/010.07
    TdZ+ Pro

    Brecht und die Folgen

    Zum 100. Geburtstag Brechts 1998 wurden die Ringvorlesungen an der Berliner Humboldt-Universität eröffnet mit einer Lesung von T. und Volker Braun. Braun bettete seine Gedichte in einen Essay, T. las …

    von B. K. Tragelehn

    Foto: Gerda Goedhart

  • B. K. Tragelehn in Düsseldorf.
    TdZ+ Pro

    Fehlanzeige

    B. K. Tragelehn veröffentlichte 2009 im Dezember-Heft von ­Theater der Zeit diesen am 9. November desselben Jahres ­geschriebenen Text. Ich muss es nicht erklären, aber klären für mich, warum ich …

    von B. K. Tragelehn

    Foto: Lore Bermbach

  • Yvonne Georgi (1903–75) war eine deutsche moderne Tänzerin, Balletttänzerin und  Choreografin

    Akteure

    TdZ+

    Bravo, Gera!

    Ein internationales Ballettfestival feiert Yvonne Georgi bei „100 Jahre tänzerischer Aufbruch in Gera“

    von Ralf Stabel

    Foto: Picture-alliance/ dpa | Theatermuseum Hannover

Produkte

Theatergeschichte

  • Julian Beck, „Antigone“, 1980, Napoli. Foto Fabio Donato
    TdZ+

    Businessman des Living Theatre

    Julian Beck zum 100. Geburtstag

    von Anna Opel

    „Kredite, leere Kasse, Klimaanlage, Julian trägt die Probleme allein. Er ist tapfer, ich bin schwach“, schreibt Judith Malina am 2. Juni 1959 in ihr Tagebuch. Kurz darauf beginnt sie mit …

    Foto: Fabio Donato

  • „Psychogramme einer Revolution“, Kammertheater Neubrandenburg/Joachim Damm (DEU). 1991
    TdZ+ Pro

    Freiheit des Theater-Erlebens

    Nachsinnen über eine Festivalrezension

    von Silvia Brendenal

    Für das vorliegende Buch haben wir Silvia Brendenal gebeten, aus ihrem Erfahrungsschatz heraus einen Blick zurückzuwerfen, auf das erste „gesamtdeutsche“ Figurentheaterfestival 1991, das zugleich Anlass ihres ersten journalistischen Berichts aus …

    Foto: © J. Damm

  • Handschrift der Familie Listner, links Brandflecken von einem umgekippten Licht, rechts in der unteren Ecke starke Gebrauchsspuren vom Umblättern während der Vorstellung.

    Thema

    TdZ+

    Das Repertoire der Dinge

    Texte für die Puppenbühne – ein geschichtlicher Überblick

    von Lars Rebehn

    Puppentheater gilt in seiner gesamten Geschichte zugleich als armes und als reiches Theater – reich an theatralen Mitteln und arm in seiner ökonomischen Gesamtsituation. Diese hat sich in der Vergangenheit …

    Foto: Puppentheatersammlung Dresden, Inv.-Nr. 15133

  • Stadttheater Chemnitz, Architekt Johann Traugott Heinig, 1838
    Open Access

    Geschichte des Schauspielhauses Chemnitz

    Annette Menting schildert die Geschichte des Chemnitzer Schauspielhauses von der Gründung 1838 als Actien-Theater über die Umwandlung zum Stadt-Theater und späteren Städtischen Schauspielhaus bis zur Zerstörung 1945 und dem endgültigen Abriss 1951. Sie zeigt, dass trotz erhaltener Umfassungsmauern kein Wiederaufbau erfolgte, weil stattdessen die Neugestaltung des Stadtzentrums mit Ringstraße Vorrang erhielt. Auch Gerhardt Lohs' Rettungsversuch mit einem Theater-Pavillon scheiterte. Zudem beschreibt Menting die provisorischen Ausweichspielstätten des Schauspiels bis 1976.

    Der Pavillon-Entwurf sah Teile des Schauspielhauses zur Erhaltung vor – wie beispielsweise den Portikus und die ehemalige Kassenhalle, die für Theater-Werbung und -Kartenverkauf umgestaltet werden sollten. So wäre ein Fragment des Schauspielhauses auf dem geplanten grünen Mittelstreifen der Ringstraße erhalten. Lohs stellte sein Konzept gegenüber der Stadtverwaltung jedoch nicht mit seiner Erhaltungsabsicht vor, sondern verwies auf die Bemühungen, mehr Publikum für den Theaterbesuch zu gewinnen und entsprechend Werbung zu machen.

    Annette Menting

    von Annette Menting

    Foto: In: Otto, „Beiträge zur Geschichte der Chemnitzer Theater“, 1951. Restauriert mit KI

  • Walter Gropius, Total Theater for Erwin Piscator, Berlin, 1927. Unidentified Artist; Harvard Art Museums/Busch-Reisinger Museum, Gift of Ise Gropius
    TdZ+ Pro

    Die Kapitalismuskritik des epischen Theaters

    Episches Theater: Selbstermächtigung der Kooperation Wie wird der Zusammenhang zweier Arbeitsregime in den ästhetischen Programmen des epischen Theaters ebenso wie in seiner Praxis thematisiert und vorausgesetzt? Das Uhu-Programm der Versuche-Gruppe …

    von Matthias Rothe

    Foto: President and Fellows of Harvard College, BRGA.24.145.

  • Andrea Farrenkopf und Eva Großmann im Archiv. Foto HfS Ernst Busch / Anna Luise Kiss

    Bericht

    TdZ+

    „Wir haben im Staub gebadet“

    Wie das Projekt „Dramaturgien eines Archivs“ an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch das Bewusstsein für die Materialität von theatergeschichtlichem Wissen schärft

    von Sophie-Margarete Schuster

    „Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze“ – der deutsche Dichter Friedrich Schiller referierte mit dieser Behauptung am Ende des 18. Jahrhunderts auf die Vorstellung, dass sich das mimetische Spiel …

    Foto: HfS Ernst Busch / Anna Luise Kiss

  • Penelope, Ulrich Waller, 1986

    40 Jahre Kampnagel

    TdZ+ Pro

    Die wilden frühen Jahre

    In hundert Jahren wird man davon erzählen: Die Hamburger Kampnagelfabrik war in den 1980er Jahren so etwas wie der Melting-Pot des deutschen Theaters. Zwischen Taubenscheiße und Pfützen, in Hallen, durch …

    von Ulrich Waller

    Foto: Ralf Brinkhoff

  • „Dschingis Khan“ von Monster Truck und Theater Thikwa. FFT Düsseldorf, 2012.

    Impulse

    TdZ+

    Das neue Normal?

    Ein kurzer Blick in die Geschichte inklusiver Theaterarbeit in Deutschland

    von Georg Kasch

    Blickt man in die einschlägigen Theatergeschichten, bleibt eine Form von Theater sträflich unterbelichtet: das mit Menschen mit Behinderungen. Dabei gäbe es genug zu erzählen. Zum Beispiel davon, wie Menschen mit …

    Foto: Sigrid Reinichs

  • René Pollesch vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz.

    Nachruf

    TdZ+

    René Pollesch: Im Dienste der Bühne

    Die unvergessliche Präsenz eines revolutionären Geistes

    von Thomas Irmer

    Die unfassbare Nachricht erreichte die Theaterwelt am Montagabend. Der Regisseur, Autor und Intendant der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz ist tot.

    Foto: Bahar Kaygusuz

  • Der Prachtbau ist in exponierter Lage als monumentaler Abschluss der durch einen Brückenneubau verlängerten Brienner Straße gedacht, was dieses Modell des geplanten Richard-Wagner-Festspielhauses veranschaulicht.
    TdZ+ Pro

    „Kultur sollte nicht Zutat sein, sondern Tat von Anfang an.“

    Episoden aus der Geschichte des Prinzregententheaters

    von Martin R. Laiblin

    Am Anfang steht die Tat! In Anlehnung an das titelgebende Zitat von August Everding sollen im Folgenden ausgewählte Episoden aus der fast 125-jährigen wechselvollen Geschichte des Prinzregententheaters skizziert werden, das …

    Foto: Dürr, Hermann, 1926/27, nach dem Originalmodell Gottfried Sempers von 1866, Inv.-Nr. LIIMus. 606, Schloss Herrenchiemsee, Ludwig-II.-Museum, R.7. © Bayerische Schlösserverwaltung

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Lichte Finsternis - Lew Tolstoi Utopien
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