Meldung (Das Wichtigste vom Tag)
Montag, 02. November 2026
Annegret Hahn erhält FAZ-Feuilletonpreis 2026 ++ Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2026 für Ewald Palmetshofer
Assoziationen: Berlin Sachsen-Anhalt Sachsen Nordrhein-Westfalen Österreich Andreas Beck Ulrich Khuon Annegret Hahn Jon Fosse Ulrich Mühe Ewald Palmetshofer Deutsches Theater (Berlin) Thalia Theater Halle Schauspielhaus Wien

Berlin: Annegret Hahn erhält FAZ-Feuilletonpreis 2026
Die Dramaturgin, Regisseurin und ehemalige Theaterintendantin Annegret Hahn erhält den FAZ-Feuilletonpreis 2026, wie nachtkritik.de berichtet. Der mit € 10.000 dotierte Preis wird am 2. November im Deutschen Theater Berlin verliehen. Die Jury wählte Hahns Text aus 120 Einreichungen aus. Auf der Shortlist der letzten sechs standen außerdem Texte von Jorg Foitzik, Maximilian Kunkel, Katharina von Ritter, B.C. Rizzoli und Felix Schönherr. Zur Jury gehörten FAZ-Herausgeber Jürgen Kaube sowie die FAZ-Redakteur:innen Sandra Kegel, Niklas Maak und Simon Strauß.
Ausgezeichnet wird Hahns Text „…wenn sich das Ganze bewegt, der Einzelne sollte es auch versuchen…“, in dem sie anhand der Biografie des Schauspielers Ulrich Mühe deutsch-deutsche Schicksalsfragen untersucht. Hahn, Jahrgang 1951, war mit Mühe verheiratet, aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Nach dem Studium der Theaterwissenschaften in Leipzig in den 1970er Jahren arbeitete sie als Dramaturgin und Regisseurin. Von 1990 bis 1992 war sie Interimsintendantin an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, von 2001 bis 2012 leitete sie das Thalia Theater Halle.
Köln: Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2026 für Ewald Palmetshofer
Der österreichische Dramatiker Ewald Palmetshofer erhält am 2. November den Ludwig-Mülheims-Theaterpreis 2026, wie nachtkritik.de berichtet. Das Erzbistum Köln, das den mit € 25.000 dotierten Preis verleiht, hatte dies in einer Pressemitteilung angekündigt. Die Laudatio hält Ulrich Khuon. Das Kuratorium bezeichnet Palmetshofers Dramatik in seiner Begründung auch als „Chronik des Verlusts“.
Palmetshofer, 1978 in Linz geboren, studierte in Wien Theologie sowie Philosophie und Psychologie auf Lehramt. In der Saison 2007/08 holte ihn Andreas Beck als Hausautor ans Schauspielhaus Wien. Vier seiner Stücke wurden zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen: „hamlet ist tot. keine schwerkraft“, „faust hat hunger und verschluckt sich an einer grete“, „die unverheiratete“ und „Die Verlorenen“. Für „die unverheiratete“ erhielt er 2015 den Mülheimer Dramatikpreis. Zurzeit ist seine Shakespeare-Überschreibung „Sankt Falstaff“ auf vielen Bühnen im deutschsprachigen Raum zu sehen, nach der Uraufführung am Münchner Residenztheater unter anderem in Bonn, Hamburg und Wien.
Der Preis wird aus dem Nachlass des Schauspielers Ludwig Mülheims finanziert, den das Erzbistum Köln verwaltet. Im vergangenen Jahr erhielt ihn der norwegische Dramatiker Jon Fosse.
Redaktionsschluss: 15:32 Uhr
Erschienen am 2.11.2026






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