Allem Anfang wohnt Zauber inne
von Manfred Jahnke
Erschienen in: Mutige Sprünge und große Wellen – 40 Jahre theater pfütze (06/2026)
Assoziationen: Bayern Theatergeschichte Kinder- & Jugendtheater Theater Pfütze

Zu den spielerischen Anfängen des theater pfütze in Nürnberg
Meine erste Begegnung mit einer Produktion des theater pfütze war 1991. Auf einem dunklen Dachboden – ich weiß nicht mehr, wo in Nürnberg – sah ich vier Schauspieler:innen gemeinsam eine Geschichte von einem Mädchen erzählen. Das Mädchen hieß Deesje, lebte bei Vater und Brüdern, aber von ihnen unbeachtet. Halt findet sie in ihrer eigenen Traumwelt. Wider Willen wird sie zu einer Halbtante nach Amsterdam geschickt. Sie wird auf der Reise in viele Abenteuer und Verwechslungsgeschichten verwickelt. Allmählich lernt sie, zu sich selbst zu finden. Ich sehe immer noch Eva Schreiber als Deesje vor mir: in sich gekehrt, mit großen staunenden Augen, kurz: von starker Präsenz.
Die Begegnung von Text und Schauspiel
In der Erinnerung drängt sich Eva Schreiber in den Vordergrund, weil sie in ihrer Rolle im Mittelpunkt der Handlung steht. Aber das Ensemble – Christina Alexandridis, Kirsten Hartung, Christof Lappler – steht ihr im Können in nichts nach. Das hat zu tun mit der starken Autor:innenschaft der Spieler:innen, für die die Regie von Christian Schidlowsky den Raum schafft. Ausgehend von Literatur und Romanvorlagen wie Das Herz des Piraten von Benno Pludra (Premiere 1987) oder eben Deesje macht das...

















