Theater der Zeit

Theater der Zeit 10/2026

Neues Musiktheater

Krise, Kanonkritik und Zukunft

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„Nabucco“ von Giuseppe Verdi an der Deutschen Oper am Rhein in der Regie von Ilaria Lanzino
„Nabucco“ von Giuseppe Verdi an der Deutschen Oper am Rhein in der Regie von Ilaria LanzinoFoto: Sandra Then

Editorial

von Thomas Irmer

In die bedrückte Stimmung der Kulturszene Sachsen-Anhalts mischt sich nach den Wahlen vom 6. September allmählich so etwas wie ein entschlossener Pragmatismus des aufrechten Weitermachens. Für die großen Theater in der Landeshauptstadt Magdeburg, in Halle und Dessau sowie für die mittleren und kleinen, etwa in Stendal, Naumburg und Eisleben, ist aufgrund ihrer Strukturen ein kulturpolitischer Umbruch über Nacht gar nicht möglich. Für die Freie Szene, zu einem großen Teil auf Fördermittel durch Projektanträge angewiesen, sieht es da schon anders aus. Nicole Tröger, künstlerische Leiterin des WUK Theater Quartier in Halle, spricht im Interview über ihre Befürchtungen, aber auch über die Perspektiven der Arbeit für dieses größte Produktionshaus der Freien Szene in Sachsen-Anhalt. Im Schwerpunkt Neues Musiktheater wird deutlich, dass sich …

Magazin

  • Nicole Tröger
    TdZ+

    Wir kennen das Kämpfen

    Was bedeutet eine AfD-geführte Landesregierung für Freie Theater und Künstler:innen in Sachsen-Anhalt? Nicole Tröger vom WUK Theater Quartier in Halle im Gespräch mit Lina Wölfel

    von Lina Wölfel und Nicole Tröger

    Foto: Luise Banik

  • In Nicolas Stemanns vierstündiger Uraufführung von Elfriede Jelineks letztem Stück sprechen nur noch Tiere über Kapitalismus, Gier und den Fall der Signa-Gruppe – bis am Ende Künstliche Intelligenz die Macht auf der Bühne übernimmt und die Menschen verstummen.
    TdZ+

    Salzburger Festspiele: Die Schlachthöfe der KI

    „Unter Tieren“ von Elfriede Jelinek (UA) – Regie Nicolas Stemann, Bühne Katrin Nottrodt, Kostüme Marysol del Castillo, Mediale Inszenierung Claudia Lehmann, Konrad Hempel & IXA, Musik Thomas Kürstner & Sebastian Vogel. Eine Ko-Produktion der Salzburger Festspiele mit dem Burgtheater Wien.

    In Nicolas Stemanns vierstündiger Uraufführung von Elfriede Jelineks letztem Stück sprechen nur noch Tiere über Kapitalismus, Gier und den Fall der Signa-Gruppe – bis am Ende Künstliche Intelligenz die Macht auf der Bühne übernimmt und die Menschen verstummen.

    Wie verzweifelt Jelineks Sprachkunst sein kann, offenbart Mavie Hörbiger in der Rolle eines Schweins, das über seine Angst vor dem Schlachter spricht. Altmeister Branko Samarovski braucht nur wenige Blicke und große Gesten, um Macht über Leben und Tod zu demonstrieren. In Fatsuit und mit einer lustigen Piggy -Handpuppe philosophiert er über die gnadenlose Ausbeutung der Tiere durch die Menschen.

    — Elisabeth Maier

    von Elisabeth Maier

    Foto: Tommy Hetzel/ BURG

  • Schluss mit Lustig

    Geht es nach dem Kunst-Hype um Performanz und Performance jetzt bachab? Mich jedenfalls nerven die Abramović-Ausstellungen landauf, landab, Achtsamkeitsanweisungen und Triggerwarnungen auf Saalzetteln und Hinweisschildern. Die produktive Hochphase des Performativen …

    Foto: privat

  • Wir gehen rein

    Die neue Spielzeit beginnt, wie Spielzeiten beginnen müssen: mit einem Wort oder einem Satzfragment, groß genug, um über der Stadt zu thronen, offen genug, um jede Premiere darunter zu verwursteln. …

    Foto: Felix Adler

Thema

Akteure

Stück

  • TdZ+

    Malina

    Nach dem gleichnamigen Roman von Ingeborg Bachmann. Libretto von Tina Hartmann für Karola Obermüller & Peter Gilbert in der Fassung der Partitur. UA Schwetzingen 2026.

    von Tina Hartmann

Diskurs & Analyse

Report

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