Theater der Zeit

Marie-Theres Auer

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  • Editorial

    Vorwort

    Wie wollen und sollen wir sprechen? Der vierte Band der Schriftenreihe der Bayerischen Theaterakademie August Everding verbindet Stimm- und Sprechausbildung mit Dispositiv, Machtstrukturen, Standardaussprache, vielgestaltigem Bühnensprechen und der Spannung zwischen Authentizität und Künstlichkeit.

    Unser Sprechen ist stets eingebettet in ein Dispositiv und durchzogen von Machtstrukturen, die auch die Ausbildung formen und von der Ausbildung mit hervorgebracht werden. Im Sprechen werden Herkunft, Sozialisierung und Zugehörigkeit sichtbar, werden Gemeinschaften gebildet, Personen ein- wie ausgeschlossen. Sprechend verorten wir uns – mittels einer Sprache und eines Sprechens, das immer schon vorgängig ist, woanders herkommt.

    — Marie-Theres Auer, Josef Bairlein und Susanna Werger

    von Marie-Theres Auer, Josef Bairlein und Susanna Werger

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  • Essay

    TdZ+ Pro

    Mit dem Schriftbild ins Gespräch kommen

    Theaterautor:innen wie Sivan Ben Yishai schreiben Sprechweisen grafisch in den Text ein, etwa im zersplitterten Wort in Nora. Damit stellen sie die Materialität aus und hinterfragen den theatralen Rahmen.

    Durch grafische Setzungen können Theaterautor:innen im schriftlichen Text Angebote machen, die im Inszenierungsprozess sprachlich umgesetzt werden. Diese sprachlichen Umsetzungen weisen als sprechkünstlerische Phänomene auf die Materialität des Textes und somit nicht nur auf die Stimme der Spieler:in, sondern auch auf die Stimme der Autor:in zurück und machen diese auch für ein Publikum erfahrbar.

    — Marie-Theres Auer

    von Marie-Theres Auer

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Assoziationen

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