Theater der Zeit

Susanna Werger

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  • Editorial

    Vorwort

    Wie wollen und sollen wir sprechen? Der vierte Band der Schriftenreihe der Bayerischen Theaterakademie August Everding verbindet Stimm- und Sprechausbildung mit Dispositiv, Machtstrukturen, Standardaussprache, vielgestaltigem Bühnensprechen und der Spannung zwischen Authentizität und Künstlichkeit.

    Unser Sprechen ist stets eingebettet in ein Dispositiv und durchzogen von Machtstrukturen, die auch die Ausbildung formen und von der Ausbildung mit hervorgebracht werden. Im Sprechen werden Herkunft, Sozialisierung und Zugehörigkeit sichtbar, werden Gemeinschaften gebildet, Personen ein- wie ausgeschlossen. Sprechend verorten wir uns – mittels einer Sprache und eines Sprechens, das immer schon vorgängig ist, woanders herkommt.

    — Marie-Theres Auer, Josef Bairlein und Susanna Werger

    von Marie-Theres Auer, Josef Bairlein und Susanna Werger

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  • Gespräch

    TdZ+ Pro

    Was ist eigentlich die Singstimme?

    Salome Kammer im Gespräch mit Josef Bairlein und Susanna Werger

    Vom Cellostudium über freie Theatergruppen zum Musiktheater: Salome Kammer erzählt, wie sie zwischen Pierrot lunaire, zertrümmerter Sprache bei Lachenmann, dadaistischen Lautgedichten und Kabarett ihre eigene Gesangstechnik fand und was „Singstimme“ eigentlich bedeutet.

    Wenn man länger auf einer bestimmten Tonhöhe spricht, dann ist das im Grunde genommen schon Gesang, sobald ich die Vokale etwas verlängere. Die Konsonanten bleiben immer kurz. Beim Arbeiten gehe ich von meiner Sprechstimme aus und frage mich: Was ist eigentlich die Singstimme?

    — Salome Kammer

    von Salome Kammer, Josef Bairlein und Susanna Werger

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  • Gespräch

    TdZ+ Pro

    „Wir müssen die Rezitative auf ihre szenische Aussage hin genau betrachten“

    Interview mit Regisseur und Studiengangsleiter Prof. Balázs Kovalik

    Mozarts Così fan tutte ausschließlich in Rezitativen: Das Unterrichtsprojekt der Theaterakademie führt das Stück in deutscher Übersetzung ohne Arien und Ensembles auf, löst die Figuren auf und richtet sich an ein Publikum von 14 bis 18 Jahren.

    Andere Künstler:innen haben sich für eine detaillierte Ausarbeitung der Rezitative interessiert und diese unglaublich plastisch gemacht. Manche haben mit ihnen weiter experimentiert, und die Freiheiten müssen wir uns auch nehmen. Wir müssen die Rezitative auf ihre szenische Aussage hin genau betrachten und vieles szenisch und musikalisch an und mit ihnen ausprobieren.

    — Balázs Kovalik

    von Balázs Kovalik und Susanna Werger

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Assoziationen

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